Sonntag, 23. Oktober 2016

UNSERE zwölfte KREUZFAHRT 2009
Zum Geiranger Fjord ab und bis Kopenhagen
vom 16.08. bis 21.08.2009

Die VISION OF THE SEAS auf  Reede im Geiranger Fjord
Name:  VISION OF THE SEAS           Baujahr: 1998           Reederei / Eigner:  RCCL / RCI
BRZ:  74.140        Länge:  279 m         Breite:  32,3 m         Kabinen:  975         Pax:  1.950 / 2.435

Die Schiffe der RCI Vision Class:
LEGEND
OF THE SEAS (1995)    SPLENDOUR OF THE SEAS  (1996)   GRANDEUR OF THE SEAS (1996)   ENCHANTMANT OF THE SEAS (1997)   RHAPSODY OF THE SEAS  (1997)

Update: Die Splendour OTS, wurde 2015 an TUI Cruises verkauft, in TUI Discovery umbenannt und an die englische Tochter Thomson Cruises verchartert. Die Legend OTS soll 2017, als TUI Discovery 2 - nach Thomson Cruises folgen.

R O U T E:
KOPENHAGEN  -  Seetag  -  BERGEN  -  GEIRANGER  -  Seetag  -  KOPENHAGEN

Zur Route  -  gibt es nicht so viel zu sagen. Zwei Ziele - zwei Highlights, die für uns als Grundlage für die Entscheidung dieser 5-Tage-Kreuzfahrt ausreichten. Von Kopenhagen aus startend, erreichten wir nach einem Seetag Bergen, die regenreichste Stadt Europas. Die Vison of the Seas lag direkt im Hafen von Bergen mit seinem Hanseviertel Bryggen, dass mit seinen bunten Holzhäusern zum Weltkulturerbe der UNESCO zählt. Die Strassen waren noch vom letzten Regen nass, was uns aber nicht davon abhielt, nach kurzem Rundgang besagten Viertels, die Standseilbahn zum Floyen, zu nutzen. Wir hatten doppeltes Glück. Die Wartezeit an der Talstation hielt sich zu dieser Zeit noch in Grenzen und die Sonne kam immer wieder zwischen den Wolken hervor.  Damit hatten wir genau zu dieser Zeit, sicherlich den bestmöglichen, faszinierenden Blick auf Bergen.



Bergen mit seinem Hanseviertel Bryggen


Mit der Floien-Standseilbahn auf den Floyen, für sehr schöne Aussichten aus 320 m Höhe, auf  Bergen und Umgebung

Ähnlich erging es uns in Geiranger, dass wir am nächsten Morgen erreichten.  Zunächst war es im Geiranger Fjord feuchtkalt und neblig und wurde dann, mit dem Start unseres gebuchten Busausflugs auf den Berg Dalsnibba (1.500 m), immer wärmer und freundlicher. Der Blick auf Geiranger, den Fjord und den umliegenden, teils schneebedeckten Bergen, wurde zu einem unvergesslichen Erlebnis.







Die Sieben Schwestern, wie diese Wasserfälle hier heißen

Nach einem weiteren Seetag erreichten wir wieder Kopenhagen. Zum Hafen hin, hatten wir nach unserer Anreise am Sonntag mit dem Zug, ein Taxi genommen und dafür 130 Kronen, also ca. 18 Euro gezahlt. So ähnlich hatten wir uns die Rückfahrt am Freitag zum Bahnhof, auch vorgestellt. Das war aber ein Trugschluss, der uns schließlich 321 Kronen, also 44 Euro gekostet hatte. Der Verkehr war halt am Freitag Vormittag ganz anders, als bei der Ankunft am Sonntag Nachmittag. Da wir aber unsere Rückfahrt erst am Abend antreten wollten, hatten wir wenig Lust, mit unserem Gepäck zur S-Bahn-Station Nordhavn zu gehen.

Unser fußläufiger Ausflug in Kopenhagen vom Hauptbahnhof zum Langeliniekai und zurück, führte uns u. a. zum Rathaus, dem Schloss Christiansburg, am Nyhavn vorbei zum Kastell,  dem Schloss Amalienburg, der Frederikskirche und dem Gefion Brunnen. Das Wetter wurde zwar zunehmend schlechter, aber hielt fast bis zur Rückkehr zum Hauptbahnhof.  Die paar Tropfen Regen, die wir dann doch noch abbekamen, trübten keineswegs unseren anstrengenden, aber vor allem interessanten Stadt-Rundgang in Kopenhagen.





Unser Eindruck vom Schiff war im Wesentlichen insgesamt recht positiv und übertraf unsere Erwartungen, nicht nur hinsichtlich des allgemeinen Zustandes. Wir waren von einem Zustand ausgegangen, der doch schon so einige Verschleißerscheinungen erkennbar machen würde.  Immerhin wurde die in der Größe vergleichbere Century von Celebrity - aus dem Jahr 1995, für rund 50 Millionen US$ renoviert und modernisiert, ohne dass man am Ende, wirklich das Gefühl einer totalen rundum Erneuerung hatte. Bei der VISION OTS, hielten sich die Verschleißerscheinungen am Mobiliar in Grenzen. Alles Übrige erschien uns recht frisch und noch alles wie aus einem Guss zu sein, obwohl sicherlich schon so manches, wie z. B. Teile der Bodenbeläge, ausgewechselt wurde. Die Kletterwand die auf der Vision  im Jahr 2000 nachträglich angebaut wurde, passte nach meinem Empfinden, optisch nicht so ins Bild, gehört aber wohl doch zu einem der gewünschten Highlights auf der VISION.  Unsere Außenkabine 3616 auf Deck 3 mit ca. 14 qm, war ebenfalls in einem noch guten Zustand.  Die Betten waren vor dem Fenster zusammengestellt und schlossen mit jeweils einem Nachtschrank, mit dem halb hohen, türkisfarbenen Wandbelag ab. Diese Bettenanordnung war etwas unvorteilhaft, weil es somit keinen gemeinsam zu nutzenden Mittelgang in Richtung Fenster gab. Diesen Kompromiss muss man immer dann eingehen, wenn man eine Doppelbett Anordnung wünscht und die Betten, wie so oft bei kleineren Außenkabinen, mit dem Kopfende zur Fensterfläche (Außenwand) gestellt sind. Das Bad war nicht nur sauber, sondern wirkte frisch bis in die letzte Ecke und Fuge. Der Duschvorhang fiel gut und sorgte für guten Spritzschutz. Der Boden außerhalb des Duschbereiches, blieb dabei weitgehend trocken. 

Unsere Kabine 3616 auf  Deck 3 mit 14 qm

Übrige Schiffsbereiche mit Anziehungskraft: Das herrlich gestaltete Atrium, das sich von Deck 4 bis Deck 8  erstreckte, gestattete mit seinen beidseitig raumhohen Fenstern, stets gute Ausblicke. Das Masquerade Theater auf  Deck 5 und 6,  war täglich rappelvoll. Dort hatten wir durch unser spätes Erscheinen, uns allerdings nicht immer gute Plätze sichern können.  Ein Highlight war der Auftritt der Beatles Coverband "Backbeat Beatles" die im Style der Beatles von 1963/64 auftraten. 
Die Schooner Bar auf Deck 6, war ebenfalls stets gut besucht, was zum einen der Gemütlichkeit, zum anderen aber auch dem tollen Alleinunterhalter Vic Cooper ( Piano, Keyboard, Gesang ) zuzuschreiben war. Die große Evening Lounge, Deck 6,  hatte leider zu den Zeiten, an denen wir reinschauten nichts zu bieten. Das Solarium / Indoor Pool auf Deck 9,  hätten wir gern öfter mal genutzt, wenn die gemütlichen Liegeplätze mit Auflagen, nicht ständig besetzt, bzw. reserviert gewesen  wären;  schade drum, aber unser Ding ist es nicht, unseren Tagesablauf auf die Weise durch Besetzens, so bestimmen zu wollen.




Restaurants: Das Hauptrestaurant Aquarius  Deck 4, 5  wirkte auf uns anfangs eher etwas zu hell, woran wir uns aber schnell gewöhnten. Mit der "My Time Dining" Buchung bekamen wir 2er Tische im oberen, eigens dafür extra eingegrenzten Bereich auf Deck 5 zugewiesen. Unsere Standardzeit war etwa 19:30, unsere Wartezeiten auf einen Tisch, gleich null. Es klappte recht gut, abgesehen davon, dass das Bereithalten von deutschen Speisekarten sich scheinbar etwas schwierig gestaltete und nicht jeder Tisch unserer Wunschvorstellung entsprach. Das Abendessen wurde wie üblich als Menü, plus anschließendem Kaffee dargestellt. Insgesamt haben wir die Qualität der Speisen als Mittelmaß empfunden. Eingeschlossen darin, sind Auswahl, Geschmack, Wertigkeit und Präsentation der Speisen.




Schiffsbereiche außen: Aufgrund der Temperaturen, haben wir in den wenigen Tagen darauf verzichtet die zur Verfügung stehenden Sitz und Liegemöbel auf den Decks 9 und 10 zu nutzen. Dennoch waren wir zu verschiedenen Zeiten gern in den Außenbereichen, einfach nur um zu schlendern, zu schauen und zu fotografieren. Die Gäste mussten für die Liegen, mit Kunstoffstreifen Bespannungen, ohne Auflagen auskommen, was zwar den Liegekomfort etwas einschränkte, aber aus meiner Sicht dafür hygienischer ist. Insgesamt waren die Außenbereiche sehr gut in Schuß. Das Ergebnis, der sicher immer wieder kehrenden Malerarbeiten an Flächen, Geländern, Übergängen zum Boden, sowie den Wasserablaufrinnen, war - so möchte ich es mal beurteilen, sehr gut. Auch die Böden machten einen Top Eindruck. Gern nutzte ich auch die großflächigen Promenaden auf Deck 5, um dem Meer und der Fjordlandschaft nahe zu sein.  Auch hier freute ich mich, über das gepflegte Erscheinungsbild.




Begegnungen mit 11 verschiedenen Kreuzfahrtschiffen in 5 Tagen
MS Deutschland  /  Costa Atlantica  /  Norwegian Jewel  /  Marco Polo  /  MS Albatros  

Ibero Grand Voyager  /  Hurtigruten Kong Harald  /  MSC Opera  /  MS Athena  
Crystal Symphony  /  Seven Seas Voyager

Die MS Grand Voyager ist inzwischen als Chinese  Taishan auf dem Chinesischen Markt
Die MS Athena ist in MS Astoria umbenannt und fährt für CMV
 
© Rainer Buch
Teilweise rekonstruiert von meiner alten Homepage
vorläufig fertiggestellt, aktualisiert und veröffentlicht am 24.10.2016

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