Freitag, 21. Oktober 2016

UNSERE elfte KREUZFAHRT 2008
Mit CELEBRITY's CENTURY - Rund um Großbritannien
ab und bis Amsterdam vom 17.05. bis 29.05.2008

Name: CELEBRITY CENTURY  (bis 2014)             Baujahr: 1995             Renovierung: 2006  (neu 314 Balkonkabinen )
BRZ: 71.545                Länge: 248,0 m                Breite: 32,2 m               Tiefgang: 7,7 m               Pax: 1.870  (2er Belegung)
Die Century wurde Ende 2014 an eine neu gegründete Reederei, der  SKYSEA CRUISES  nach China verkauft
Seit 2015 läuft die ex Century unter dem Namen: GOLDEN ERA  -  RCCL bleibt Eigentümer mit einem Anteil von 35%

Die Schwesterschiffe:  ex GALAXY und ex MERCURY sind mit einem Eigentumsanteil Anteil von 50% an die 2008
neu gegründete Reederei  TUI CRUISES  als MEIN SCHIFF (MEIN SCHIFF 1) und MEIN SCHIFF 2  gegangen
Im Zuge weiterer Modernisierungen der Flotte (Neubauten) sollen die beiden Schiffe verkauft werden.

ROUTE
AMSTERDAM (NDL) -  Seetag  -  SOUTH QUEENSFERRY / EDINBURGH (GBR) INVERGORDEN / INVERNESS (GBR)   -    KIRKWALL / Orkneys  (GBR)  -  Seetag
BELFAST
(GBR)  -  DUBLIN (IRL)  -  SAINT PETER PORT / Guernsey (GBR) ausgefallen 
LE HAVRE
(Overnight) / HONFLEUR (FRA)   -   Seetag   -   AMSTERDAM (NDL)
17.05.  Anreise - Bei einem Preis von gerechneten 29,00 €, pro Person und Strecke, hatten wir nicht mehr lange überlegt und uns gemeinsam, für die 5 1/2 stündige Bahnfahrt, mit Umstieg in Osnabrück und Amersfoort entschieden. Per Reservierung, nutzten wir die Sitzordnung für 4 Personen mit Tisch, in den Großraumabteilen. Das war allemal angenehm, zumal es zum Beispiel durch Sport- oder Fangruppen, oft nicht gerade ruhig zuging. Die Problematik lag im Handling des Reisegepäcks. Insbesondere waren es die vier Koffer, die sowohl  im  Zug selbst, als auch beim Ein- und Umsteigen, recht hinderlich wurden. Auf den Bahnhöfen, gab es leider nicht überall (selbst bedienbare) Fahrstühle oder Rolltreppen, um den Umstieg auf ein anderes Gleis leichter bewerkstelligen zu können. In Osnabrück hatten wir uns allerdings, dass für den Fahrstuhlbetrieb erforderliche Personal, heran geholt. Auf Anraten der Zugbegleitung, hatten wir aus Gründen des leichteren Umstiegs, diesen statt in Amersfoort in Hilversum vorgenommen. Insgesamt waren wir zeitlich nicht unter Druck geraten, weil die kleine Anfangsverspätung sich am Ende nicht ausgewirkt hatte.

Reiseverlauf / Kreuzfahrt - Es war durchaus angenehm, dass nach dem Anreisetag, ein Seetag folgte. Hier nutzten wir die Gelegenheit, die Century, in den für uns relevanten Bereichen kennen zulernen.  An diesem Tag, war dann auch der erste formelle Abend auf der Century angesagt.






Unsere angenehme,  zur Balkonkabine umgewandelte Außenkabine  8123 auf dem Panoramadeck  (8)  hatte 15,8 qm
Die Bilder der Century haben nur noch Erinnerungswert, weil das Schiff inzwischen auf dem chinesischen Markt vertreten ist 
Der Liegeplatz für EDINBURGH am nächsten Tag, war vor SOUTH QUEENSFERRY, mit seiner imposanten, fast 120 Jahre alten, 2,5 km langen Firth Of Forth Railway Bridge, mit ihren 110 m hohen Pfeilern. Die Züge, die in 50 m Höhe über die Brücke rollten, wirkten dabei wie Spielzeug.
Im Hintergrund die Firth Of  Fourth Railway Bridge  - von hier aus wurde nach South Queensferry getendert

Um von hier nach dem ca. 20 km entfernten Edinburgh zu gelangen, nutzten wir die Bahnverbindung Dalmeny-Edinburgh. Die Station war nur wenige 100 m vom Pier entfernt. Die Kosten für diese Strecke (Hin- und Rückfahrt) lag unter 5,00 €. Wir genossen Schottlands Hauptstadt, während einer angenehmen City Sightseeing Tour und einem anschließendem Rundgang. Um allerdings fußläufig alle Sehenswürdigkeiten noch einmal anzugehen, reichte die Zeit nicht.


Während wir - bekleidet mit Pullovern und schützenden Wetterjacken (Wind) - die Umgebung auskundschafteten, sonnten sich die Schotten, in leichter Bekleidung auf den Rasen der Parkanlagen. Ein besonderes Highlight, war eine - in den frühen Nachmittagsstunden, kurz vor dem Start stehende Ford Oldtimer Rallye. Es ergaben sich daraus herrliche Bilder, als wohl etwa 50 dieser toll aufgearbeiteten Gefährte, nach mehr oder weniger umständlichen Startversuchen, sich nacheinander in Bewegung setzten.



Von INVERGORDEN fuhren wir etwa 50 km, um mit dem Linienbus 25X nach INVERNESS zu gelangen. Es war nun nicht so, dass wir in irgendeiner Form mitgebrachte Kenntnisse einsetzen konnten. Irgendwie haben wir es aber immer geschafft, trotz schlechtester Englischkenntnisse, uns durchzufragen. So waren wir aber auch so ziemlich die letzten, die bei der sich gebildeten Warteschlange am Bus, gerade noch mitfahren konnten. Ein Ausflug - Inverness "On your own", hätte ca. 47 € / Person gekostet. Mit unserem recht preiswerten Linienbus, erreichten wir in 45 Minuten, auch unser Ziel. Wir machten einen gemütlichen Stadtrundgang und genossen die schöne Landschaft, beidseitig des River Ness. Auch auf der Rückfahrt gelang es uns wieder, gerade noch vor Überfüllung des Busses, mit einsteigen zu können.



KIRKWALL ist eine kleine Hafenstadt aber auch die größte Stadt der Orkney Inseln. Mit einem Besuch des St. Magnus Doms, der Ruine eines Bischofspalastes und dem Orkney-Museum, sind uns - während unseres Rundganges durch Kirkwall - auch diese Sehenswürdigkeiten nicht entgangen.



Kirkwall, die größte Stadt der Orkney Inseln mit dem St. Magnus Dome 
Nach einem Tag auf See, erreichten wir den Hafen von Belfast. Hier wurde ein kostenloser Shuttleverkehr eingerichtet, der uns in die Nähe zum Donegall Square brachte. Nach einem Bummel auf dem internationalen Markt, auf dem auch deutsche Stände ihre Spezialitäten anboten, haben wir die City mit ihren Einkaufsstraßen und den Pubs erkundet. Hier haben wir Männer, dann auch mal die Gelegenheit wahrgenommen und in einem Pub, ein Guinness Bier getrunken. Für mich ist damit der Fall, einmal auch Guinnes Bier trinken zu wollen,  aber damit auch wohl für alle Zeiten erledigt.

Belfast Wheel, Donegal Square, City Hall, City Council 
Für DUBLIN wurde ebenfalls ein kostenpflichtiger Shuttleverkehr eingerichtet. Das dieser notwendig war, haben wir dann auch erkennen müssen, nachdem wir mehr als 30 Minuten brauchten, um zu Fuß aus dem Hafengebiet herauszukommen. Dann aber waren alle Mühen vergessen, als wir die schöne Promenade entlang des River Liffey, stadteinwärts gingen. Von dieser Seite aus, ging es vorbei an mehrere Brücken, hinein ins volle Leben, mit den schönen Einkaufsstraßen. Die meisten Sehenswürdigkeiten aber, allen voran die Christ Church Cathedral, waren dann aber auf der gegenüberliegenden, südlich gelegenen Seite des River Liffey. Auch hier warfen wir mal einen Blick in einige der wohl schönsten Pubs. Hier kosteten wir - die Männer - das Kilkenny Bier, das sich zwar für mich besser trinken ließ als das Guinness, aber trotzdem keine Begeisterung bei mir hervor rief. Von diesem Ufer aus, konnte man auch immer wieder auf die Promenade, der mehr sonnenbeschienenen Seite schauen. Wir hätten allerdings spätestens wieder die Brücke, mit Richtung Custom House überqueren sollen. Wegen dieses Versäumnisses, mussten wir, weil keiner auf die Karte geschaut hatte, einen zwar unnötigen aber nicht uninteressanten Umweg gehen, bei dem wir allerdings an einem Wehr, alle etwas nass geworden sind.

Ein Teil der Christ Church Cathedral
St. Peter Port auf Guernsey, bekamen wir nicht zu sehen, weil auf Anraten der dortigen Hafenbehörden, auf das Ausbooten verzichtet wurde. Stattdessen, wurde der Weg nach  LE HAVRE fortgesetzt. Diese Mitteilung kam, sofern man sie denn hörte und verstand, später als eine Stunde nach der vorgesehenen Ankunftszeit. Erst eine weitere Stunde später, wurde diese doch wichtige Durchsage, dann auch in Deutsch vorgenommen. So liefen wir also Le Havre, bedingt durch diesen Verzicht, bereits einen Tag früher, gegen 17:00 an. Der wieder kostenpflichtige Shuttleverkehr konnte an diesem Tag, natürlich noch nicht aufgenommen werden. Aber da wir ihn ohnehin wieder nicht gebucht hatten, konnten wir ebenso gut, noch einen Gang in die Stadt machen. Auch hier musste man schon gut zu Fuß unterwegs sein können, denn der Weg sah wieder dichter aus, als er denn war. Unser Weg führte uns hauptsächlich zum Bahnhof / Busbahnhof, um eine Verkehrsmittelverbindung nach Honfleur auszukundschaften. Es gab, wie sich herausstellte, eine Busverbindung, mit ca. 30 Min. Fahrzeit, innerhalb der beruflichen Stoßzeiten, die wir dann am folgenden Morgen entsprechend dem Fahrplan nutzten.
HONFLEUR ist allemal ein lohnendes, touristisches Ziel. Einfach schön zum verweilen, rund um den Vieux Bassin und rein in die Gässchen, mit den pittoresken, sechs Stockwerke hohen Häusern. Noch nie haben wir so viel Galerien auf einen Fleck gesehen wie hier.  Zurück ging es leider - Fahrplan bedingt, nicht vor 17:45 h, nachdem wir mittags noch nicht so gern zurück wollten. Der Verzehr von Kaffee, Kuchen, Getränke usw. ist bedingt durch die attraktive Lage, am Vieux Bassin recht teuer, aber es musste einfach mal sein.




Nun hatten wir den letzten Seetag vor uns, bevor wir dann wieder Amsterdam in aller Frühe erreichten. Zum ersten Mal, wurde mit rockiger Musik von der Party Band Great Ideas, etwas Stimmung nach draußen getragen. Ihre Instrumentalstücke, wie die von den Shadows, gefielen mir persönlich am besten, während der Gesang eher mäßig war. Die Route war einerseits durchaus interessant. In Anbetracht der zeitlich großen Reserven, hätte man sicherlich noch, das eine oder andere Ziel hinzufügen können.







Seit Ende 2008, fotografiere ich eigentlich nur noch mit DSLR Kameras der Marke Nikon, im eher unteren Preissegment, zusammen mit Zoom-Wechselobjektiven, wie sie halt von Freizeit Fotografen verwendet werden.

Nachruf zur Century Class
(BRZ ca 70.000)
Die Century hatte mir insgesamt gut gefallen, auch wenn der Bereich Revitalisierung, für mich nicht konsequent durchgezogen wurde. Aber über Celebrity's Century Class, muss ich mir keine Gedanken machen, Die Century selbst ist nach China gegangen und die Galaxy und  Mercury sind für den deutschen Markt angepasst worden und an TUI Cruises gegangen, wo sie seit 2009/10 trotz bereits mehrerer Neubauten, zumindest jetzt noch erfolgreich eingesetzt werden. Pläne zur Abgabe der Mein Schiff 1 und 2, gibt es aber bereits. Schiffe in dieser Größenordnung, gibt es immer weniger und werden leider auch nicht mehr gebaut.

© Rainer Buch
Teilweise von meiner Homepage rekonstruiert
Aktualisiert, vorläufig fertig gestellt und veröffentlicht am 23.10.2016


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