Mittwoch, 31. August 2016

UNSERE siebte KREUZFAHRT 2005
Mit der AIDAcara auf beliebter Ostseeroute
vom 14.06. bis 24.06.2005

Lust auf die kleinste AIDA?
Namen: aktuell AIDAcara,   bis 2001 AIDA  (Das Clubschiff)                              Baujahr: 1996 
Renovierung und Umbau: April 2005  - Umwandlung von 44 Außenkabinen in  Balkonkabinen

BRZ: 38.537    Länge: 193,3 m     Breite: 27,6 m     Tiefgang: 6,0 m     Pax: 1.280 / max. 1.339
Die Historie von AIDA / AIDA CRUISES bei Wikipedia

UNSERE ROUTE
WARNEMÜNDE -  Seetag  -  TALLIN (EST)  -  ST. PETERSBURG (RUS) -  ST. PETERSBURG (RUS) -  HELSINKI (FIN) -  STOCKHOLM (SWE) -  KATTHAMMERSVIK / Gotland (SWE) -  GDYNIA (POL)  -  Seetag  -  WARNEMÜNDE    

Auf dieser Reise hatte die AIDAcara  1.850 Sm  zurückgelegt.



Unsere Anreise begann mit einem zwei-tägigem Aufenthalt im Hotel Godewind  etwas außerhalb von Warnemünde, auch mit dem Ziel, unseren PKW dort zu einem annehmbarem Preis von 8 Euro/Tag, über die Zeit der Kreuzfahrt, dort stehen lassen zu können. Der Cruise Terminal war über 2 Buslinien bequem zu erreichen. Wir hatten alle Gepäckstücke mit den AIDA-Banderolen abgeklebt, und konnten uns somit unseres gesamten Gepäcks am Cruise Centers entledigen. Um die verbleibende Zeit bis zum Checkin besser überbrücken zu können, machten wir eine große Hafenrundfahrt, Warnemünde – Rostock und genossen das Vorbeifahren an der  Celebrity Constellation, die einen Platz im Überseehafen hatte. Mit der AIDAcara und  der Seven Seas Voyager, waren die Liegemöglichkeiten in Warnemünde damals ausgeschöpft.

Blick vom Heckbereich der CARA auf  den Fährbereich zur Hohen Düne und  dem Passagierkai
Oft war es bei uns so, dass wir zunächst die Route offen ließen und uns erst bei der Durchsicht der Angebote, für eine Route entschieden. Dieses Mal war es anders herum. Die Route hatten wir im Vorwege, bis auf ein, zwei Positionen festgelegt und dann erst auf Preise und Schiffe geschaut. Um nicht ins Hintertreffen zu geraten, hatten wir bereits im Januar gebucht. Das es später dann doch noch, z.B. von Costa, Celebrity u.a. zu Angeboten kommen könnte, war uns zu vage. So war es also die Cara geworden.
Während der ganzen Reise war es trocken und wurde zunehmend wärmer.  Das ließ natürlich alles in ein gutes Licht tauchen und machte jeden Landgang lohnenswert. Das galt auch für die von uns gebuchten Ausflüge, wenn man diese unabhängig vom Preis beurteilt.
Tallinn war mit seiner gut erhaltenen und sauberen, mittelalterlichen Unter- und Oberstadt, die erste, in dieser Form doch unvermutete positive Überraschung. Wir hatten uns für die Erkundung viel Zeit gelassen, hätten uns vielleicht aber doch noch eine Erfrischung in einer der vielen auf dem Rathausplatz befindlichen Restaurants gönnen sollen.

Der große und schöne Rathausplatz von Tallin  
Mit der Silver Whisper, der cColumbus, der PullmanturBlue Dream und der Aida Cara,
lagen 4 Kreuzfahrtschiffe auf der Newa im Stadtbereich von St. Petersburg
St. Petersburg war das Hauptziel der Kreuzfahrt, mit dem natürlich auch Vorstellungen verknüpft waren. Diese konnten sich nur zum Teil über Ausflüge bestätigen, weil wir keine Möglichkeit hatten, den Charme der Stadt direkt unter den Füßen spüren zu können, da für eigene Ziele, bzw. Alleingänge ein Personenvisum erforderlich gewesen wäre.

Der Katharinenpalast in Puschkin liegt 25 km südöstlich von St. Petersburg
Schloss Peterhof  30 km westlich von St. Petersburg in der Newabucht (Finnischer Meerbusen)

Unsere Ausflugsziele:
Katherinenpalast / Puschkin mit Bernsteinzimmer, Mittagessen, Fahrt auf der Newa. (99,00 Euro) und Schloss Peterhof (45,00 Euro). Die auf zwei Tage verteilten Ausflüge, wurden beide von weiblichen, gut deutsch sprechenden Personen recht professionell geführt. Dazu noch die fantastischen Außenanlagen, mit den in Funktion befindlichen unterschiedlich großen Wasserfontänen der Springbrunnen.  Das Mittagessen mit  etwas Folklore-Getue, war aus unserer Sicht völlig daneben und somit verzichtbar. Aber dieser ganze Schmu, hatte auch nur 40 Minuten angedauert.
Die Schiffsfahrt auf der Newa hingegen war wieder reell; so hatte man mit etwas Erklärung und vielleicht noch einer Karte in der Faust, doch ganz gute Möglichkeiten sich zu orientieren und auch einiges zu sehen.  Mit den Busfahrten zusammen genommen, die allerdings nicht die Stadtrundfahrt, auf die wir ja verzichtet hatten, ersetzen sollte und auch nicht konnte, hatten wir durchaus eine ungefähre Vorstellung von dem bekommen, was diese Stadt ausmacht. Trotz des Aufenthalts von 2 praktisch vollen Tagen, war es nicht möglich, alle 3 Ausflugswünsche, terminlich unter einen Hut zu bringen.
Die AIDA-Logik, hatte uns zwar Tickets ausgestellt, die aber leider nicht logisch zusammen passten. Das hatten wir zum Glück gemerkt und entsprechend um Rücknahme "ersucht". Der Fehler liegt in den zwei online Buchungswegen. AIDA sagte, wenn ein zweiter Ausflug am gleichen Tag gewünscht wird, soll man diesen separat per eMail abgeben, um alles  weitere würde sich dann AIDA kümmern, aber das hat ganz offensichtlich nicht funktioniert. Vieles von dem was wir auf den Reisen gesehen haben, erscheint im Nachherein, weniger wichtig. Von daher verzichten wir inzwischen darauf,  jedem Stein hinterher zu jagen. Ebenso sind wir niemanden Rechenschaft schuldig und müssen unser Geschichtswissen unter Beweis stellen. Gern vergessen wir dann auch auf irgendwelche ausgegebenen Marschbefehle, die uns dann in die eine oder andere Richtung geschickt hätten.  So bleibt es manchmal Zufall, dass wir dann doch unter anderen, die meisten der vorgegebenen Ziele, wie auf Befehl, angelaufen haben.

An bestimmten Vorgaben für Helsinki, konnten wir uns überhaupt nicht erinnern, trotzdem hatten wir einen schönen Vormittag,  bis in den Nachmittag hinein. Kleinere Spaziergänge innerhalb der Innenstadt, größere zum Yachthafen und durch Parkanlagen.  Alles war machbar, Dank ausreichender Zeit und sehr warmen Wetters.

Das Wahrzeichen (Das weiße Herz) der Dom von Helsinki
Dieses setzte sich auch in Stockholm fort. Früh morgens wieder die gleichen angespannten, natürlich auch nicht unbedingt ausgeschlafenen Gesichter; allesamt Jäger, die mit ihren Kameras bei 25 Bilder/sek., keines der bewegten oder unbewegten Ziele verfehlen wollten.  Wie weit oder wie viel zu dem 20 fachen optischen, noch ein digitales Zoomen zum Heranholen abgerufen wurde, konnte ich nur erahnen, wenn Motive angegangen wurden, die eigentlich viel zu weit entfernt waren.
Einen Großteil des Erlebnisses, nämlich das Durchfahren der Schären bis Stockholm, hatte sich auch Ingrid nicht entgehen lassen. Dort angekommen, nutzten wir wieder das gute, sehr warme Wetter, um uns beim Spazierengehen, hauptsächlich  in Wassernähe aufzuhalten. Um etwas Geld für Erfrischungen einzuwechseln, durchliefen wir schließlich doch noch einen Teil im Zentrum.
Blick von der Cara auf  Stockholm
Teil des Stockholmer Stadtbildes
Warum der Kapitän sich weigerte, wie geplant vor Visby auf Gotland auf Reede zu gehen, habe ich zwar akustisch, aber von der Logik her nicht verstanden. Er wollte Passagiere, Schiff und Besatzung, in welcher Reihenfolge auch immer nicht in Gefahr bringen und steuerte bei ruhiger See und Windstärke 2,  deshalb nach entsprechender Vorankündigung, Katthammersvik an. Wir ließen uns also ausbooten und trödelten ohne Ziel, mit festem Tritt in der dünn besiedelten Landschaft herum,  vorbei an blühenden Feldern und Ferienhausbebauungen. Auf dem Rückweg zog es uns zum Strandabschnitt, wo wir junge Leute beobachteten,  wie sie sich bei Wassertemperaturen bei etwa 14°, ins Wasser wagten.

Haus in Katthammersviek auf Gotland
Gdynia war schließlich das letzte Ziel unserer Reise. Gdynia wird für den Kreuzfahrer als Vorort für Gdansk ( Danzig ) gesehen. Eigentlich wäre genug Zeit gewesen, um öffentliche Nahverkehrsverbindungen nutzen zu können. Wir hatten aber auf dieser Reise, von diesen Möglichkeiten, überhaupt keinen Gebrauch gemacht und sind so per Ausflugsbus nach Danzig gekommen. Zum Ausflug gehörte eine etwa 1 stündige Stadtführung, für die es aber keine Notwendigkeit gibt, wenn wir auf eigene  Faust Danzig besucht hätten.
Wenn es heißt, dass von Danzig, bzw. der Altstadt 90% in Schutt und Asche gelegen haben, ist der geleistete Wiederaufbau mit der Wiederherstellung des historischen Zentrums, schon als eine Glanzleistung polnischer Restauratoren anzusehen. Die Rückfahrt führte uns vorbei an Sopot, einem der beliebtesten Seebäder Polens, mit dem langsam wieder zurückkehrenden Luxus, vergangener Tage. Ein Zwischenstopp war uns hierfür leider nicht vergönnt. Trotz genügender Zeit, war das im Preis von 39 Euro nicht mehr enthalten.
Stadtbild von Gdynia (Gdingen)

Auf dem Promenadendeck (Deck 6) der Cara
KREUZFAHRTERLEBNIS / ZUSAMMENFASSUNG
Wie es auf den AIDA-Schiffen abläuft ist kein Geheimnis – entweder man mag es oder man mag es nicht. Wir dachten da eher an ein Kompromiss und meinten, dass wir uns sicherlich damit gut arrangieren könnten. Tatsache ist aber, dass wir sehr lange brauchten, um die Kleinigkeiten, die uns doch zunächst störten, als weniger störend zu empfinden.  Das war hauptsächlich die Form, in der das Abendessen eingenommen wird. Zu viel Unruhe, zu viel Gewusel. Da blieb die Lust auf der Strecke. Da fehlte es uns auch an einer Vorfreude, auf nette Abende im Restaurant, Das Rossini als Spezialitätenrestaurant konnte das Gewünschte nicht voll ersetzen, sorgte aber für Abwechslung. Ein großer Fehler, dürfte aber auch die Wahl einer Innenkabine gewesen sein.  Da hatte Ingrid ihre Unzufriedenheit schon von zu Hause mitgebracht und brauchte nur noch die Bestätigung, dass sie Recht hatte. Sie hatte damit auch Recht, dass ein fensterloser Raum, doch einiges vermissen ließ. Von den Bordveranstaltungen auf dem Pooldeck, fühlten wir uns auch nicht unbedingt angesprochen; blieben da meistens als  Zuschauer im Hintergrund. Da hatten uns nur die Weißen Nächte von St. Petersburg gut gefallen.
Das vielseitige Show-Ensemble versuchte ihrer Rolle gerecht zu werden und bot ein ideenreiches, vielseitiges Spektrum,  mit Richtungen von Klamauk, Gesang, bis hin zu vortrefflichen, musicalähnlichen Auftritten.  Mit dem Barbetrieb der AIDA-Bar, konnten wir wenig, eigentlich überhaupt nichts anfangen. Wir empfanden es nicht gemütlich und oft einfach nur laut. Auch fehlte uns da der Salon, mit vielseitiger Tanzmusik, wie wir ihn von klassischen Kreuzfahrtschiffen oft kennen lernen konnten. Für uns war da eher die Lambada-Bar geeignet,  in der wir stets einen angenehmen Platz fanden, von dem wir dann aus einen Blick auf die vielleicht gerade untergehenden Sonne beobachten und etwas von der Livemusik erleben konnten. 

© Rainer Buch
Teilweise von meiner alten Homepage rekonstruiert
Aktualisiert und veröffentlicht am 31.08.2016

Dienstag, 23. August 2016

UNSERE sechste KREUZFAHRT 2005 als PARTYNACHT
Mit der DELPHIN RENAISSANCE von HAMBURG -
durch den NOK - nach KIEL
vom 30.04. - 01.05.2005

Am Cruise Terminal Hamburg Grasbrook -  Warten auf den Zutritt nach erfolgter Einschiffung am Nachmittag 
Name (Stand 2003 bis 2005): DELPHIN RENAISSANCE   ex:  RENAISSANCE  R SEVEN   Baujahr: 2000
Bauwerft: CHANTIERS DE L´ATLANTIQE   BRZ:  30.277   Reederei / ChartererDELPHIN KREUZFAHRTEN
BRZ:  30.277           Länge:  180,45 m            Breite:  25,46 m            Tiefgang:  5,83 m            Pax:  698 (max.716)  

Die Renaissance Baureihe umfasst 8 Schiffe,  die zwischen 1998 (R One) bis 2001 (R Eight) für die Reederei Renaissance Cruises gebaut wurden. Nach deren Insolvenz gegen Ende 2001, wechselten die Reederei- und Eignerverhältnisse aller 8 Renaissance Schiffe. Die Tabelle zeigt den aktuellen Stand über den Verbleib der Schiffe:

Wir hatten Gelegenheit die Delphin Renaissance, die als Ersatz für die derzeit zunächst stillgelegte alte Delphin einspringen sollte, in Hamburg besichtigen können. Delphin Kreuzfahrten  hatte anfangs Probleme gehabt, ihre Stammkunden auf dieses scheinbar sehr modern konzipierte Schiff zu bringen. Diese Skepsis, konnte auch nicht durch mehrere Besichtigungstermine, bei allen Stammkunden bereinigt werden. Auch wir waren vom äußeren Anblick nicht gleich voll überzeugt, was sich aber mit der Besichtigung der Kabinen und der öffentlichen Bereiche, sofort total änderte. Keine Frage, dass wir uns gleich in dieses schmucke und liebevoll zurechtgemachte Schiff verliebt hatten und glücklich waren, zumindest diese Schnupper- bzw. Partykreuzfahrt, buchen zu können.






Die  Teilnahme an der Partynacht hatte vor allem bei mir nicht den großen Stellenwert. Vielmehr war es dieses Kreuzfahrtschiff was mich angelockt hatte und auf das ich mich so gefreut hatte. Vorteilhaft war allerdings das wir uns zu viert für dieses Event entschieden hatten, dass teilweise recht chaotisch ablief, weil die Mannschaft damit absolut überfordert schien. Trotzdem möchte ich das nicht so gemeint wissen, dass es am Ende nicht schön war. Der Veranstalter Heinz.Herbert Hey von Delphin Kreuzfahrten, hatte keine Mühen und Kosten gescheut, hier etwas ganz Besonderes zu bieten.

Die stets zunehmende Freude der Delphin Kreuzfahrten Kunden, währte nicht lange, da der Charter Vertrag wegen Verkaufs des Schiffes bedauerlicher Weise im Jahr Ende 2005 aufgelöst wurde. Das Versprechen, mit einen eigenen Schiffsneubau an den Markt gehen zu wollen, konnte Herr Hey leider nicht erfüllen. Das Schiff ging an Pullmanntur Cruises einer spanischen Tochter von RCCL und lief dort unter dem Namen BLUE  MOON. Etwa ein Jahr später, wurde Azamara Cruises als neue Marke von Celebrity Cruises (ebenfall RCCL) für die ehemaligen Schiffe R SIX und R SEVEN ( Blue Moon) gegründet. Inzwischen wirbt Azamara Cruises unter den Namen Azamara Club Cruises.

2012 besichtigten wir die COLUMBUS 2 (ex R ONE) die zwischen 2012 und 2014 im Charter, für Hapag Lloid Kreuzfahrten fuhr und 2014, ohne Verlängerung des Chartervertrages, leider an Oceania Cruises zurück ging. Das Schiff wurde auf hervorragende Weise, unter Wegfall des Spielcasinos für den deutschen Kreuzfahrtmarkt angepasst. Wir hatten gebucht, aber wegen des hohen Preises und der von Hapag Lloyd gemachten Aussage, den Chartervertrag nicht verlängern zu wollen, storniert.

2014 hatten wir das Glück die AZAMARA QUEST (R Seven / Delpin Renaissance / Blue Moon) in Travemünde besichtigen zu können.

2015 bekamen wir die Gelegenheit eine  Mittelmeer Kreuzfahrt mit  der Azamara Quest, über Sonderpreise, ab - bis Barcelona buchen zu können. Bei den gemachten - wenn auch nicht nur positiven Erfahrungen - würden wir bei entsprechender Gelegenheit und passender Route, gern wieder dabei sein.

© Rainer Buch
Teilweise von meiner alten Homepage rekunstuiert
Aktualisiert und veröffentlicht am 23.08.2016     

Sonntag, 21. August 2016

UNSERE fünfte KREUZFAHRT 2003
Mit der CELEBRITY CONSTELLATION in das westliche Mittelmeer
vom 12.09. - 22.09.2003

Die CELEBRITY CONSTELLATION  -  hier in der Bucht bei VILLEFRANCHE auf Reede  -  mit Tenderverkehr
In 2004 bekam die Baureihe, unterhalb der Promenade einen weißen Anstrich  


Name:  CELEBRITY CONSTELLATION            Baujahr: 2002            BRZ:  90.2228  / nach Umbau 91.000     
Länge: 294 m        Breite: 32,2 m        Tiefgang: 8,2 m         Pax: alt 1.950 / nach Umbau 2.038 / max. ca 2.500

Schwesterschiffe (Millennium Class) : MILLENNIUM (2000)         SUMMIT (2001)         INFINITY
 (2001)
Besonderheiten  dieser Baureihe:  Gas Turbinen System,   Pod Antrieb  (Propellergondeln)


Unsere Route im westlichen Mittelmeer:
BARCELONA
(ESP)  -  LIVORNO (ITA)  -  CIVITAVECCHIA (ITA)  -  NEAPEL (ITA)  MESSINA (ITA)  -  VALETTA (MLT)  -  VILLEFRANCHE (FRA)  -  BARCELONA (Overnight)



Von Villefranche aus sind wir nach Nizza gefahren und hatten den interessanten Rückweg dann fußläufig angetreten.
Auf dieser Route waren für für uns alle Anlaufhäfen neu. Insofoen war diese Reise von der Route als auch vom Schiff her, etwas ganz Besonderes Die Constellation hatte dafür 2.900 Sm zurückgelegt. 



Zum ersten Mal hatten wir für uns die Möglichkeit genutzt und eine Balkonkabine gebucht. Unsere Kabine 6074 -  auf Deck 6 -  hatte den kleinen Nachteil, das direkt darunter, nach vorn hin versetzt, die Lifeboote verankert waren. Der Blick nach vorn, war dadurch aber nicht eingeschränkt.
Durch die Spiegelfront gegenüber dem (harten) Doppelbett, wirkte die Kabine insgesamt größer. Alles war bestens raumoptimiert; Schrankteil (18 Bügel) mit Fächern, und Schubladen (insgesamt 10).
Der Fernseher (Hoteltyp) 20 Zoll, ermöglichte uns unter anderen, den aktuellen Kontostand des Bordkontos einzusehen. Deutsches Fernsehen konnte nicht empfangen werden. Ebenso fehlte es an Filmangeboten in deutscher Sprache. Auf Informationen über den augenblicklichen Standort des Schiffes, der Reisegeschwindigkeit, der Temperatur und Windgeschwindigkeit, wie wir es schon kennen gelernt hatten, konnte man leider nicht zugreifen. Eine Minibar (kann man aufschließen lassen) und ein Schranksafe gehörten ebenfalls zur Ausstattung. Die Einrichtung, Aufteilung und Funktionalität des (Dusch) Bads, hinterließ bei uns nur den besten Eindruck. Besonders lobenswert: Die Steckdosen waren für uns unverwechselbar, in zweifacher Ausführung vorhanden (110 und 220 Volt). Zur Kabinenausstattung gehörten neutrale, weiße Bademäntel.
Wir hatten natürlich auch einmal eine Innenkabine gesehen (von Hans Uhlenbruck) welche bis auf die Aufteilung (Bett), die gleichen Ausstattungsmerkmale bot.



Unsere Kabine 6074                                              rechts:   ein an Bord gekaufter Blumenstrauß für Ingrid zum Geburtstag

Mit das schönste auf dem Schiff, mal abgesehen von dem prächtigen Grand Foyer (Deck 3,4,5), war das Restaurant San Marco (Deck 4,5), das insbesondere an den festlichen Abenden mit Kerzenbeleuchtung und speziellen Decor-Rollos auf uns besonders stimmungsvoll wirkte. Natürlich war auch das Ocean Liner Restaurant (Deck 3, mit Zuzahlung) ein besonderes Erlebnis, was wir uns nicht entgehen ließen.


links: Restaurant San Marco (Blick nach hinten)                                               rechts: das Ocean Liner (gegen Bezahlung) 


Zu dieser Zeit, waren Galaabende noch selbstverständlich, da versucht man schon, irgend wie doch passend zu erscheinen

Wie bei der klassischen Kreuzfahrt es teilweise üblich war, gab es einmal ein sehr aufwendiges Mitternachts Buffet. Vor der offiziellen Eröffnung waren alle (Hobby) Fotografen eingeladen, dieses schön dekorierte Buffet zu Filmen oder zu fotografieren, was infolge des unvermeidlichen Andrangs, nicht ganz leicht war. Es standen immer irgendwie Leute ungünstig.

Das Mitternachtsbuffet an einem der Gala Abende


Eine andere Form eines Mitternachtsbuffet: Das große Obstbuffet mit bunter Dekoration und farbigem Licht

Unser Lieblingsort nach den Shows im fantastischem und technisch perfektem 3 stöckigem Celebrity Theater (ab Eingang Deck 4 abwärts, aufwärts bis Eingang Deck 5) , war dann die gemütliche Rendezvous Lounge (Deck 4).
Die Martini Bar als auch die Champagner Bar (Deck 5), den Michaels Club (Deck 4) und das Cova Cafe hatten wir so gut wie nie aufgesucht. Der Grund lag weniger an den Namen als einfach nur das, dass wir nicht überall sein konnten.
Das Fortunes Casino (Deck 4) war zwar von seiner (Licht) Wirkung sehr beeindruckend, mochte uns aber überhaupt nicht dazu bringen, unser Geld dort abzuliefern.
Die Photo Gallery fehlt natürlich auch nicht hier, und nimmt einen beachtlichen Platz (zu bestimmten Zeiten Deck 4) ein.
The Emporium (Deck 5) als Einkaufcenter war von der Aufmachung her, nicht besonders Ideenreich. Auch die Warenauswahl, war nicht unbedingt das, was den Besuch zu lohnen schien. Trotzdem wurde nach unserer Beobachtung recht gut gekauft. Wir haben schließlich dort auch etwa 55 Euro gelassen. Nicht vergessen möchte ich den gepflegten Online Room (Deck 4),wo ich immerhin innerhalb von 10 Min. meine eMails lesen konnte und einen Gruß am 19.09. an meine Yahoo-Group gepostet hatte.
Dann gibt es noch den gemütlichen Card Room (Deck 5).
Der Ordnung halber erwähne ich hier die Bereiche Notes, also Musikhörbereich (Decks 6-7) und Words für Bücherei (Decks 8 – 9). Zu sehen war dort allerdings in der Regel niemand.

Nun sind wir auch schon fast oben angekommen. Deck 10 beginnend von hinten nach vorn: Seaside Grill, mit seinen Teakholz Tischen im Außenbereich, an die wir uns gern morgens zum Frühstück setzten und das Seaside Cafe, das als Buffet Restaurant sehr beliebt war. Ferner der Seaside Pool Bereich, das AquaSpa Cafe, der AquaSpa Bereich mit Thalasso Therapie Bad und den Fitness Bereich.



Das Deck 11 schließlich kann man zum Teil auf einer etwa 350 m langen Jogging Track umrunden. Hier findet man auch die Spiel und Kinder Abteilung mit der Fun Factory, ferner das optisch beeindruckende The Conservatory ( hier habe ich für meine Frau ein Strauß herrlicher Blumen zum Geburtstag gekauft) und The Tower, von dem man aus zum Disco Reflection Cafe gelangt, das gut frequentiert wurde.
Nun bleibt noch Deck 12 mit seiner Liegefläche hinter dem Bugbereich. Dort war es am ruhigsten, dort fanden wir, wann immer wir wollten, irgendwie unseren Liegeplatz. Von der Möglichkeit hier Oben-Ohne liegen zu können, machten die Damen aller Altersgruppen, keinen Gebrauch.Nicht alle Liegen, hatten gepolsterte Auflagen. Es gab aber jederzeit frische Handtücher.

Diese Reise hatten ca. 3 Monate vor Reiseantritt zu einem guten Preis wir zu von 1.058 Euro / Pers. gebucht. Für die Flüge FRA - BCN - FRA, waren 167,72 Euro / Person fällig. Die Transfers (Taxi) schlugen zusammen mit 50,00 Euro zu Buche.

Durch die zwischenzeitlich erfolgten Umbauten, insbesondere die für diese Baureihe in den Jahren 2012 / 2013 durchgeführt wurden, passt meine Beschreibung nur noch bedingt. Auf eine detaillierte Beschreibung habe ich allerdings bei unseren Reisen in 2011 auf der Summit und 2016 auf der Infinity  verzichtet.  


© Rainer Buch
Teilweise rekonstruiert von meiner alten Homepage: "Lust Auf Kreuzfahrten"
Aktualisiert, fertig gestellt und veröffentlicht am 21.08.2016

Freitag, 19. August 2016

UNSERE vierte KREUZFAHRT 2002
Mit der OLYMPIA EXPLORER in das östliche Mittelmeer
vom 12.05. - 19.05.2002

Baujahr: 1999 / 2001   ex  Name: OLYMPIC EXPLORER         Bauwerft:  BLOHM & VOSS, Hamburg
Übernahme von  Reederei:  ROYAL OLYMPIC CRUISES (ROC)  im Jahr 2002  -  als OLYMPIA EXPLORER
 2014 in Betrieb als Universitätsschiff: SEMESTER AT SEA      2015 im Charter als:  CELESTYAL ODYSSEY
 
verkauft und ab 2016  im  Eisatz als:  GLORY SEA      für:  DIAMOND CRUISES  zwischen China uns Südkorea
BRZ:  24.318       Länge:  180,4 m       Breite: 25,5 m       Tiefgang: 7,2 m       Geschwindigkeit: 30 Kn       Pax: 836

 Das baugleiches Schwesterschiff: ex  OLYMPIA VOYAGER fuhr nach der Insolvenz der griechischen Reederei
zunächst für IBERO CRUCEROS als GRAND VOYAGER                      dann  ab 2013 als COSTA VOYAGER
Seit 2014 befindet sich das Schiff in chinesischen Gewässern und fährt unter dem Namen  CHINESE TAISHAN


UNSERE 7 - TAGE - TRAUMROUTE:
VENEDIG (ITA)   –   DUBROVNIK (HRV)   –   BARI (ITA)   –   KATAKOLON (GRC)   –   ISTANBUL (TUR)  –  MYKONOS (GRC)  -   SANTORIN (GRC)   -   PIRAEUS (GRC)  –  KORFU (GRC)   –  VENEDIG (ITA)

Mit 2.619 Sm  und  9 Streckenabschnitten  innerhalb von 7 Tagen, konnte die OLYMPIA EXPLORER ihre Möglichkeiten
als das schnellste Kreuzfahrtschiff der Welt eindrucksvoll unter Beweis stellen. Nie wieder wird es wohl so ein schnelles
Schiff geben.  (nur die QM 2  ist als Atlantik Liner,  notfalls  - für noch etwas höhere Geschwindigkeiten ausgelegt)
Schon während der Bauzeit hatte ich mich für dieses -  in Hamburg gebaute -  Schiff interessiert und alle Berichte - einschließlich der negativen - im Zusammenhang mit den Nachbesserungs Forderungen der griechischen Reederei - verfolgt. Da die Reederei andererseits scheinbar auch Zahlungsprobleme hatte, war es für außen stehende schwierig, die widersprüchlichen Aussagen, richtig deuten zu können. Mir war das alles egal; wollte ich doch nur unbedingt dieses Schiff auf Fahrt kennen lernen.
Nachdem ich trotz einigen Missverständnissen,  zwischen Reisebüro und Veranstalter, die gewünschte Kreuzfahrt Buchung, doch noch erfolgreich zum Abschluss bringen konnte, stieg besonders bei mir, die Vorfreude auf diese bevorstehende Schiffsreise.
Diese Kreuzfahrt hatten wir zum Angebotspreis von 830,00 Euro in einer Glücks-Außenkabine pro Person gebucht. Angesichts der vielen Anläufe, verbunden mit hohen Treibstoffverbrauchs, aufgrund dieser unüblichen Geschwindigkeit, war das ein gutes Angebot, dass die deutsche Vertretung von ROC eigentlich nicht mehr anerkennen wollte. Nur über den Verzicht der Provisionen von DERTours und Karstadt "Mö", konnte dieser Preis noch gehalten werden. Meinen Unterlagen zufolge beinhaltete der Preis die (katastrophal durchgeführte) Bus- Anreise und Rückreise, ab / bis Frankfurt.
Unsere Ausgaben an Bord betrugen gerundet, 330,00 Euro.

Schiffsbeschreibung unter Berücksichtigung meiner damaligen Aufzeichnung.
Wir hatten eine Außenkabine der Gruppe TC mit der Nr. 4059, am Ende des ersten Drittels, auf Deck vier, mit Panoramafenster gebucht (Bullaugen gibt es nur auf Deck 2). Sie war angegeben mit einer
Größe von 13 qm und war ähnlich geschnitten, wie wir es das Jahr zuvor, auf der Festival "Mistral" kennen gelernt hatten. Zufrieden stellten wir fest, das es kein 3. bzw. 4. Bett gab, was doch schon wieder zu einer räumlichen Einengung geführt hätte.
Wir fühlten uns sofort wohl, zusätzlich noch dadurch, weil hier alles absolut platzoptimiert war.
Zwei Sitzgelegenheiten, beidseitige Spiegel, Schranktresor, Kühlschrank (für an Bord gekaufte Getränke), sowie TV mit Radio, sorgten für angenehmen Komfort.
Auch das Bad mit Dusche war praktisch und hatte alle Voraussetzungen, um Ordnung halten zu können. Die Betten waren auseinandergestellt, ließen sich aber zusammenstellen. Ein Blick in die Kabinen der Klasse SC (Juniorsuiten) mit 17 qm, versetzten uns noch mehr in´s Staunen. Eine wirklich tolle Leistung, so unsere Beurteilung damals.

Das Restaurant auf Deck 5 (Aqua Marin Speisesalon) war elegant und geschmackvoll eingerichtet, mit platzsparenden, aber hervorragenden Sitzmöbeln, Auch das helle Buffet Restaurant,
(Topaz Gartensalon) auf Deck 6, mit einem Außenbereich, entsprach unseren Erwartungen in Raumaufteilung und Möbelierung. 

Das Konzept der fröhlich-leichten Farben, und einer hochwertigen, bequemen Möbelierung setzte sich auch in den Bars  und Bereichen des 6. Decks und in dem Aventurine Panoramasalon (Disco) des 7. Decks fort. Für Schows und Tanz besuchten wir den Amber Hauptsalon, auf dem vorderen 6. Deck. Einer prospektseitige Hervorhebung eines großzügigen Außenbereiches, der mit dem Pool etwa ein Fünftel des 7. Decks ausmachte, mochte ich mich nicht anschließen. Durch die Disco im vorderen Bereich, sowie einiger Suiten mit Balkon, SPA Bereich usw., konnten neben dem Poolbereich, nur noch Seitenflächen im mittleren Bereich, als Außenflächen genutzt werden. Vor der Disco war man dem nicht zugänglichem Bugbereich, noch relativ weit entfernt. Außerdem war für die Passagiere die Sicht nach vorn, durch technische Schiffseinrichtungen beeinträchtigt, was die Foto- und Filmamateure zum Teil besonders störte.




Bei den Speisen, mochten meine Frau und ich, nicht von wirklicher Zufriedenheit sprechen.
Immerhin hatten wir das Gefühl, dass man nach einigen Tagen dazugelernt hatte und sich mehr bemühte das Essen warm zu servieren. Denn genau das war unter anderem, ein von mir häufig gehörter Kritikpunkt. Da wir auch mittags das Restaurant aufgesucht haben, kann ich mich, zum Bufett am Mittag nicht äußern.

Anmerkungen zum Schiff selbst

Insgesamt war die O. Explorer ein schönes Schiff. Ihr Schwerpunkt lag darin, mit einer höher, als üblich liegenden Reisegeschwindigkeit, eine umfangreiche und daher interessante Route, in wenigen Tagen zu ermöglichen. Dieses Ziel wurde auf unserer Kreuzfahrt voll umgesetzt. Allerdings, wurde ich während der Fahrt in unserer Kabine, auf ein ungewöhnliches Antriebsgeräusch aufmerksam. Obgleich ich relativ unempfindlich auf monotone Geräusche reagiere, empfand ich dieses zunächst als störend, bis ich mich daran gewöhnt hatte. Ungewöhnlich auch, die starke Vibration, die beim Manövrieren entstand. Im Restaurant musste das Personal schon Angst um das gestapelte Geschirr haben, da die Vibration zu sehr starken Erschütterungen führte  und entsprechende Klappergeräusche verursachte. Wenn es im Streit zwischen Blohm & Voss und den Auftraggebern (Reederei ROC) um diese Sache ging, war es der Bauwerft nicht gelungen, dieses zu beseitigen.

Ich bedaure sehr, dass diese Schiffe, auf dem europäischen Markt, nicht mehr in Erscheinung treten. Diese Schiffe hätten nicht etwa wegen der Geschwindigkeit, sondern wegen ihrer angenehmen Größe - sicherlich auch in Deutschland - viele Freunde gefunden.


© Rainer Buch
Teilweise rekonstruiert von meiner alten Homepage: "Lust Auf Kreuzfahrten"
Aktualisiert, fertig gestellt und veröffentlicht am 19.08.2016

Freitag, 12. August 2016

UNSERE dritte KREUZFAHRT 2001
Mit der FESTIVAL MISTRAL - von der Karibik ins Mittelmeer
vom 04.05. - 19.05.2001

Die  FESTIVAL MISTRAL,  hier im Hafen von Funchal auf  Madeira
Namen: FESTIVAL MISTRAL  nach Insolvenz von Festival Cruises,  ab 2005: GRAND MISTRAL (Ibero Cruceros)    
 ab 2013: COSTA  neoRIVIERA       
Baujahr;  1999       BRZ: 47.270       Länge: 216 m       Breite: 28,8 m       Pax: 1.196

Schwesterschiffe waren die etwas größeren und neueren European Vision und  European Star die nach der Insolvenz von Festival Cruises an die MSC Crociere gingen und die alte, damals noch kleine  MSC  Flotte, mit den diesen Schiffen unter den Namen MSC Armonia und MSC Sinfonia  auffrischten. Inzwischen sind diese beiden Schiffe im Zuge einer Verlängerung umgebaut worden und sind nunmehr inzwischen die ältesten Schiffe, der immer größer werdenden MSC Flotte. 

Unser Routenverlauf auf dieser Transatlantik Kreuzfahrt:
POINTE A PIETRE / GUADELOUPE  -  ST. JOHN / ANTIGUA  -  CASTRIES / ST. LUCIA  -  ST. GEORGE'S / GRENADA  -  BRIDGETOWN / BARBADOS  -  Seetag  -  Seetag  -  Seetag  -  Seetag  -  Seetag  -  FUNCHAL / MADEIRA  -  Seetag  -  CADIZ / SPANIEN (Andalusien)  -  Seetag  -  MARSEILLE / FRANKREICH  -  GENUA / ITALIEN

Die Mistral hatte auf dieser 15 tägigen Kreuzfahrt 5.200 SM zurückgelegt

Die MS MISTRAL, hier in  POINTE A  PITREGUADELOUPE,  war  für das  -  um 23:00 h  - geplante Ablegen bereit

Meine nachträglichen, neu verfassten Betrachtungen zu dem Schiff und der Reise:

Das Jahr 2001 war für uns das Jahr, in dem wir uns zur Silberhochzeit, etwas Besonderes gönnen wollten. Eigentlich war eine Kreuzfahrt auf einem kleineren Schiff, wie z.B. die MS DELPHIN oder die MS BERLIN angedacht. Aber diese Reisen waren dann doch alle teurer, wenn sie dazu, für uns etwas Besonderes darstellen sollten. Dieses Angebot von FESTIVAL KREUZFAHRTEN, hatten wir eher zufällig entdeckt. Gebucht hatten wir diese Reise schließlich zu Viert, als Last Minute Angebot, direkt in der Hamburger Niederlassung / Rütersbarg 46. Die Reise wurde als Paket, also mit Hin- und Rückflug angeboten. Der Preis betrug damals (umgerechnet in Euro) 1.533,40 / Pers. Unser Bordkonto wurde belastet mit 789,90 Euro. Das heißt, das die Reise alles in Allem, inkl. aller Nebenkosten, ca. 4.000 Euro gekostet hatte.

Die MS BERLIN diente bis einschließlich 1998 als Traumschiff der gleichnamigen ZDF Serie und stand immer noch hoch im Kurs. Das bekam ich zu spüren, als ich versuchte mit DEILMANN einen Spezialpreis für eine bestimmte Reise auszuhandeln. Man ließ mich mit diesem Ansinnen allerdings abblitzen. Selbst die Innenkabine auf dem untersten Deck, war preislich, zumindest nach meiner Überzeugung, deutlich neben der Spur. Angesichts dieser Erfahrung hatte ich dieses Missverhältnis zwischen Leistung und Preis, schnell vergessen.
Auch die MS DELPHIN hatte immer noch einen guten Ruf und dazu auch interessante Routen anzubieten. Allerdings sorgte auch hier das Preis- Leistungsverhältnis für eine Enttäuschung.

FESTIVAL KREUZFAHRTEN hatte ziemliche Mühe, für uns noch geeignete Flüge zu finden. Aber das, was wir dann letztlich für unser Geld bekamen, war nicht nur befriedigend, sondern hatte uns absolut überzeugt. Da die MISTRAL erst um 23:00 von Guadeloupe ablegen sollte, war das Zeitfenster für die Flüge allerdings auch groß genug.

UNSER REISEERLEBNIS
Mit den Erfahrungen der vorangegangenen Kreuzfahrten 1995 und 1999, konnten wir kaum etwas anfangen. Das Schiff war neu und entsprechend modern konzipiert, was sich insbesondere im gesamten Innenbereich angenehm bemerkbar machte. Die Kabinen mit einer Fläche von 14 qm, hatten ein optimales Platz-Raumverhältnis und zeigten uns deutliche Unterschiede zu dem, was wir zuvor kennen gelernt hatten.
Bei einer Passagierzahl von ca. 1.175, war das Schiff, bezogen auf eine Kabinen Zweierbelegung, zu über 98% ausgelastet. Das machte sich in den Restaurants, durch eine empfundene Enge und teils starker Geräuschkulisse bemerkbar. Das Frühstücksbuffet wirkte auf uns anfangs sehr chaotisch und zerrte an den Nerven. Daran mussten wir uns erstmal gewöhnen.
Bei der Besetzung der Tische im Hauptrestaurant, wurden die Sprachzugehörigkeiten, weitgehend berücksichtigt. Mit 480 Passagieren war der deutschsprachige Anteil am Größten.
Das Essen war durchweg recht gut. Anfangs hatte man allerdings das Gefühl, dass es besser aussah, als wie es schmeckte. Meinen alten Aufzeichnungen zufolge, sollte sich das dann aber gebessert haben.

An den vorgegebenen Kleidungsvorschlägen (Dresscodes) wurde sich weitgehend gehalten.
Eine Aufweichung, wie sie sich allgemein, inzwischen - auch gewollt - bemerkbar macht, gab es zu diesem Zeitpunkt noch nicht.

Diese Bilder entstanden mit Selbstauslöser
So manches, was ich damals in Berichtsform nieder schrieb, sehe ich heute - mit deutlich mehr an Kreuzfahrterfahrung - anders. Damals glaubte ich, dass das, was an Kreuzfahrterlebnis und Karibikfeeling rüber kam, zu wenig war. Verglichen mit den Routen, die heute bei einer Transatlantik  Kreuzfahrt - bezogen auf 15 Tage - geboten wird, gab es mit 5 Destinationen in der Karibik und weiteren 4 in Europa, keinen Grund, die Reise mit dieser Route herab zu würdigen. Wir hatten an einigen (5) interessanten Ausflügen teilgenommen, die allerdings wie man weis, nicht immer genau das halten, was man sich persönlich davon versprochen hatte.

ANTIGUA  mit Blick auf den englischen Hafen
Blick auf  CASTRIES / ST.  LUCIA
ST GEORGE'S / GRENADA                                                                 BRIDGETOWN / BARBADOS
Nach dieser 5 tägigen, kleinen Karibikkreuzfahrt die in Pointe a Pitre / Guadeloupe begann und mit Bridgetown / Barbados endete, nahm die MS Mistral am 08. Mai, Kurs auf Funchal / Madeira. Mit Erreichen des nördlichen Wendekreises am 11. Mai, wurde eine feucht, fröhliche Neptunsfeier an Bord veranstaltet.  
       
NEPTUNSFEIER mit Kreuzfahrtdirektor Bruno
Nach 5 Seetagen, erreichten wir Funchal auf Madeira, das wir vier zusammen bereits 1999 kennen gelernt hatten. Überhaupt aber wieder Boden unter den Füßen zu haben, war ein schönes Gefühl. Nach Funchal folgte ein weiteren Seetag, bevor wir dann Cadiz erreichten.
Von Cadiz aus, folgten wir (nur Ingrid und ich) unseren Plan, nach Sevilla mitzufahren, auch wenn wir Cadiz überhaupt noch nicht kannten und zumindest auf dieser Reise auch keine Gelegenheit mehr haben sollten, weil Sevilla die ganze, zur Verfügung stehende Zeit in Anspruch nahm.

Ganztagesausflug (nur Fahrt) von CADIZ nach SEVILLA

Unser Aufenthalt betrug etwa 5 Stunden. In dieser Zeit sind wir fast pausenlos gegangen. Da waren wir froh als wir wieder den Treffpunkt erreichten und es zurück an Bord der MS MISTRAL ging. Der folgende Tag war dann wieder ein Seetag, bevor wir dann MARSEILLE erreichten. Für den Besuch nutzten wir den angebotenen, kostenpflichtigen Shuttlebus, um zum VIEUX PORT, dem alten Hafen zu gelangen. Unsere Freunde, die den Weg zu Fuß machen wollten, hatten sich verschätzt und kaum noch Zeit für den Besuch dort gehabt.
Mit dem Erreichen von GENUA am nächsten Morgen, war die Kreuzfahrt zu Ende. Auch wenn wir uns manches damals etwas anders vorgestellt hatten und ich mit Kritik bezüglich der Reederei und deren Organisation nicht gespart hatte, war es doch eine Reise, die uns sehr viele, neue und oft auch schöne Eindrücke beschert hatte.

Die Erkenntnis, dass wir so viele, aufeinander folgende Seetage nicht mögen, hat sich bei uns fest gesetzt. Auch mit LUST AUF KREUZFAHRTEN, wünschen wir uns soviel wie möglich entdecken zu können. Natürlich freuen wir uns auch auf ein schönes Schiff, aber nicht auf die Nähe von so vielen Menschen, denen man nicht überall ausweichen kann.

© Rainer Buch
Teilweise rekonstruiert nach Vorlage meiner alten Homepage: "Lust Auf Kreuzfahrt"
Fertiggestellt und veröffentlicht am 12.08.2016

Donnerstag, 11. August 2016

UNSERE zweite KREUZFAHRT 1999
Mit der MS ASTRA II - zu den Inseln des ewigen Frühlings
vom 03.02. - 10.02.1999

Name: ASTRA II     Ex Namen: GOLDEN ODYSSEY      Baujahr: 1974     akt. Name (2016): REX  FORTUNE
 Umbau / Renov.:  1987 / 1991 / 1996     BRZ:  10.500     Länge: 130 m     Breite: 19 m     Tiefgang: 5,20 m     Pax: 468
Seit 2004  Dienst als  Casinoschiff  zwischen Hongkong und Macau , Namen: Macau Success, seit 2013: Rex Fortune

UNSERE ROUTE:  INSELN DES EWIGEN FRÜHLINGS:
  LAS PALMAS / Gran Canaria  -  PUERTO DEL ROSARIO / Fuerteventura  -  SANTA CRUZ / Teneriffa  -   PORTO SANTO / Madeira  -  FUNCHAL / Madeira  -  SANTA CRUZ / La Palma  -  LAS PALMAS / Gran Canaria

Die  ASTRA II  hatte auf dieser Route  957 SM  zurückgeleg
t

Die Reise hatten wir damals bei Neckermann, als Kombireise  - 7 Tage Kreuzfahrt plus 7 Tage Hotelaufenthalt in Maspalomas / Gran Canaria  - gebucht.  Der Preis für die Reise einschließlich Flüge, Transfers, Kreuzfahrt, (inkl. Tischwein) in einer 2-Bett Außenkabine und dem   AI - 3-Sterne Plus-Hotel, betrug damals umgerechnet, 1.022,00 Euro;  ein echtes "Rebajas" Schnäppchen wie ich meine. Trotzdem war das Schiff  mit etwa nur 300  Passagieren, nicht ausgebucht.
Über das Schiff selbst, waren meine Frau Ingrid und ich, etwas unterschiedlicher Meinung. Ihre Beurteilung fiel deutlich schlechter aus, als meine. Klar, waren die Kabinen klein, dennoch nett und sauber.  Vom Restaurant und seinen Leistungen, fiel die Astra II allerdings deutlich hinten raus.
Alles andere war meiner Meinung nach,
aber durchaus 3-Stern würdig.



Außer ein paar wenigen Fotos und natürlich einigen Erinnerungen, habe ich von dieser, unserer zweiten Kreuzfahrt, nicht viel aufbewahrt. So kann ich mich kaum an Höhepunkte erinnern, die ich in diesem Bericht einarbeiten könnte. Einige solcher Momente an die ich mich erinnere, waren die musikalischen Vorträge, des Klavier und Keyboard Spielers (Boogie)  Claus Debusman Markenname: Mister Red Shoes. Im Jahr 2010 hatten wir Gelegenheit, ihn an Bord der MS Athena - dort allerdings privat - wieder zu sehen. Eines aber werde ich von dieser Fahrt wohl auch nie vergessen:
Am sechsten Tag wurde ich urplötzlich krank. So gegen 14:30 wollten wir noch mal von Bord, um in Santa Cruz noch etwas zu bummeln. Nach etwa 300 m, spürte ich eine nie da gewesene, plötzlich aufkommende  Schwäche, die es mir unmöglich machte, weiter zu gehen. Ingrid und ich gingen zurück auf das Schiff, wo ich mich sofort ins Bett packte. Meine Temparatur stieg innerhalb der nächsten Stunde auf über 40.° C an. Ingrid, meine Frau, bestellte den russischen Schiffsarzt, der mich mit Spritzen und Medikamenten voll pumpte und das am Abend noch einmal wiederholte. Um 22:00 stand ich auf, um auch noch etwas von der Abschiedsshow etwas mitzubekommen und um meiner Frau und unseren Freunden, damit zu signalisieren, dass es mit wir wieder aufwärts ging.  Außerdem wollte ich ihnen nicht den Spaß verderben. In der Arztrechnung wurde die Diagnose: "akute Bronchitis" ausgewiesen, was ich allerdings so bis heute nicht recht glauben kann. 

Als es nächsten Tag von Bord und mit Bussen zum Hotel ging, spürte ich, dass ich natürlich überhaupt noch nicht wieder fit war.  Erst nach etwa 4 Tagen waren so ziemlich alle Körperkräfte einigermaßen wieder hergestellt.

Das 3-Sterne Plus AI-Hotel "Mirandor Maspalomas Dunas", in dem wir die nächsten 7  Tage verbrachten, war nicht so ganz nach unserem Geschmack. Auch wenn dieses moderne Hotel von der Architektur bestimmt nicht uninteressant war, würden wir Familienhotels wie dieses, dazu noch in einer unaktraktiven Lage, ganz sicher nicht auswählen, zumal uns AI Hotels - mit hohem Kinderanteil - aufgrund der dadurch entstehenden, besonderen Unruhe, überhaupt nicht interessieren.

© Rainer Buch
rekonstruiert nach Vorlage meiner alten Homepage: "Lust auf Kreuzfahrten"
Fertiggestellt und veröffentlicht am 11.08.2016

UNSERE erste KREUZFAHRT 1995
Mit der STAR LAURO ( MSC)  RHAPSODY  in das östliche Mittelmeer
vom  21.09.  bis  02.10.1995

Namen: hier noch in Fahrt als STARLAURO RHAPSODY  /  MSC RHAPSODY,  neuer Name  GOLDEN IRIS  
Ex: CUNARD CONQUEST / PRINCESS  -  Baujahr: 1976  -  BRZ: 16.852  -  Länge: 165 m  -  Breite: 23 m  -  Pax:  800
UNSERE ROUTE:
GENUA (ITA)  -  NEAPEL (ITA)  -  Seetag  -  ALEXANDRIA (EGY)  -  PORT SAID / Kairo (EGY)  -  ASHDOD / Jerusalem (ISR)  -  LIMASSOL (CYP)  -  RHODOS (GRC)  -  PIRAEUS (GRC)  -  CAPRI (ITA)   -  GENUA (ITA)

Die MSC RHAPSODY hatte auf dieser 11 tägigen  Kreuzfahrt  ca. 3.400 SM zurückgelegt.

Die Anreise nach Genua, hatten wir zu Viert (ab Hamburg),  mit einer Zwischenübernachtung am Comer See, damals mit meinem Auto, einem Ford Escort durchgeführt. Eigens zu diesem Zweck, hatte ich mir einen Dachgepäckträger und eine Dachgepäckbox gekauft. Hier drin wurden nicht nur zwei Koffer, sondern auch unsere  gemeinsame Abendgarderobe in Kleidersäcken verstaut. Ohne Probleme oder Zwischenfälle, kamen wir am Tag der Einschiffung sehr pünktlich an. Das Einchecken war noch ein insgesamt zeitaufwendiges Procedere, bei dem man sich wie ein Einwanderer vorkam. Das Ablegen von Genua, kam mir persönlich dann wie ein Traum vor.





Es war unsere  aller erste Kreuzfahrt. Noch nie zuvor, hatten wir überhaupt ein Kreuzfahrtschiff betreten. Eine solche Vorfreude, in Kombination mit einer derart hohen Spannung, lange vor der Reise, hatte es später, eigentlich wohl nie wieder gegeben.




Die Rhapsody, die in Anfang des Jahres, gerade die Wandlung von Cunard Princess  zur StarLauro Rhapsody hinter sich hatte, machte auf uns einen imposanten Eindruck. Wir bewohnten zu viert, zwei nebeneinander liegende Mini-Suiten, die 6014 und 6020. Diese hatten wir aufgrund eines Partnertarifs ausgesucht, bei denen der 2. stets nur einen kleinen Festpreis zu zahlen hatte. Das diese Kabinen dann doch weit von dem entfernt war, wie wir es uns in unseren Träumen vorgestellt hatten, mussten wir runter schlucken. Diese Kabinen würden bei meiner Frau Ingrid und mir heute außerhalb jeglicher Akzeptanz liegen.   

Es war trotzdem insgesamt eine ganz  tolle Reise mit einer sehr interessanten Route, auf einem Schiff im klassischem Kreuzfahrt-Stil, welches für unseren Kreuzfahrteinstieg, kaum besser  geeignet sein konnte.  Die Rußbelästigung war teilweise zwar ziemlich intensiv, da wir aber noch nichts anderes kennen gelernt hatten, gehörte diese halt unausweichlich, irgendwie dazu. Das Essen empfanden wir als recht gut, den Service allerdings nicht immer. So glaube glaube nicht, dass  wir uns die gespürte Arroganz seitens der Führungsmannschaft, nur eingebildet hatten. 

Die Abende in der Showboat Lounge, waren stets gut besucht. Hier wurde selbstverständlich bis 24:00 viel getanzt, danach ging es für uns oft im Night-Club weiter, der in den Außenbereich mündete.



Das Flair, dieses relativ kleinen Schiffes, mit seinen großzügigen Außenflächen, die wir aufgrund tollen Wetters, auch wirklich genießen konnten, haben wir danach, trotz Plastik Möbelierung so nicht wieder erleben können.

Eine der bleibenden Erinnerungen, ist unser Eilgang von der Akropolis in Athen - zum Hafen von Piraeus. Hier hatte ich mich in der Entfernung verschätzt, als ich meinte, dieses Stück locker zu Fuß gehen zu können. Wir gerieten durch diese - vor allem auch zeitliche Fehleinschätzung - ziemlich unter Zeitdruck. Nur mit Mühe und entsprechender Tempo Steigerung, erreichten wir noch pünktlich unser Schiff.


Die Rückreise, die wir noch mit Fahrten nach Portofino und Übernachtungen in Florenz und am Vierwaldstätter See ausklingen ließen, versprach zwar einerseits interessant zu sein, passte aber am Ende, doch so garnicht zu der zuvor erlebten Schiffsreise. Nicht nur, dass diese beiden Reiseformen in ihrer Art zu unterschiedlich waren, wir mussten wohl auch alle erst eimal unser erstes Kreuzfahrterlebnis verarbeiten.

Vielleicht lag es auch daran, dass wir in einem Zeitraum von 12 Tagen, sicherlich insgesamt  mehr Geld ausgegeben hatten, als es sonst auf unseren Reisen üblich war. Auf jeden Fall, war die Stimmung, weit nicht mehr so ausgelassen, wie noch während der Schiffsreise zuvor.  Insofern, wäre es tatsächlich besser gewesen, doch gleich nach Hause zu fahren.

© Rainer Buch
am 11.08.2016 rekonstruiert und fertiggestellt,
nach Vorlage meiner alten Homepage: "Lust Auf Kreuzfahrten"